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Wer der deutschen Agenturpropheten hätte vor 5 Jahren unterschrieben, dass digitale Online-Medien im Mix der integrierten Kommunikation bereits im Jahr 2006 eine tragende Rolle spielen und spätestens 2010 die führenden Komponenten bei crossmedialen Projekten sein werden? Die Diskussion um die getrennte oder integrierte Behandlung von Klassischer Kommunikation und Online-Medien ist nun 20 Jahre alt. Genug Zeit um auch konservativ denkende Werber eines besseren zu belehren - sollte man meinen. Denn Internet- und Mobile-Business sind keine Randerscheinungen oder Fehlentwicklungen. Und Anzeigen, Folder, Plakate und FFF nicht länger die ausschließliche Basis für Marken und Information.
Schon immer ging es um den Kunden – und der will heute mehr denn je als Individualist und Persönlichkeit mit speziellen Wünschen und Bedürfnissen angesprochen werden. Der Kunde von heute interessiert sich nicht für die Werbeform und schon gar nicht für den Award, den die Agentur „seiner Marke“ gewinnen konnte. Er wünscht sich eine persönliche Beratung, Bedienung und Befriedigung seiner Bedürfnisse.
Davor jedoch muss Kundenwissen in enger Abstimmung zwischen Entwicklern, Herstellern, Vertrieb, Händlern und unter bewusster und aktiver Einbindung des Kunden entwickelt und aufgebaut werden. Erst das bietet den Agenturen als moderne, aktive Dienstleister die Möglichkeit, ihre durchdachten Strategien und passgenaue Konzepte mit den Partnern gemeinsam zu entwickeln. Nur mit einer individuellen Kundenstrategie und der ehrlichen Beachtung und Respektierung des Kunden innerhalb des kompletten Customer Life Cycle lassen sich heute noch erfolgreiche und zukunftsorientierte Konzepte erstellen.

Die Herausforderung besteht darin, die Business-Strategie und das Kommunikationskonzept auf einer neutralen Medienbasis festzulegen. Erst dann werden die Kommunikations- und Einsatzschwerpunkte und die Schnittstellen zu allen beteiligten Partnern im Entwicklungs- und Verkaufsprozess entwickelt. Die drastischen Veränderungen im Mediennutzungsverhalten der Verbraucher, sowie die technologiegetriebenen Änderungen der Medienlandschaft zwingen dabei zur Neuausrichtung bei der Wahl der Kommunikationsmittel. Dabei fällt heute auf, dass kein klassisches Medium in der Lage ist, die „Tante Emma Kunden-Beziehung“ so nachhaltig aufzubauen und zu halten wie die neuen Medien. Wichtig beim Einsatz der neuen Medien ist, dass neben dem Kommunikations-Know-how technisches Wissen vorhanden ist und die Fähigkeit, Konzepte nicht für die neuen Medien zu adaptieren, sondern aus den neuen Anforderungen an die Kommunikation heraus zu entwickeln. Denn die Idee eines Plakates in einen TV Spot umzusetzen wird genauso kläglich scheitern, wie die Umsetzung eines Folders ins Internet.

Dass die Zeit der differenzierten Betrachtung von Kommunikationsmaßnahmen und Kundenbindungsaktivitäten endgültig vorbei ist, bestätigen uns schon heute die viel umworbenen und emanzipierten Kunden. Sie tun was sie wollen – und das mit Recht.

Heinz Stoll
Geschäftsleitung
plenum stoll & fischbach

 
Tilman Au
Ausblick für den Einblick
Dipl.-Kfm. Tobias Bartenbach
Alfa Romeo, Thomas Cook, Neckermann Reisen, Fisherman’s Friend oder Erben Wein – bekannte Markennamen, denen wohl jeder schon einmal begegnet ist. Aber wer kennt Bartenbach?
Shalva Beniashvili
Kulturbranding - die Kunst, Kultur zu kommunizieren
Klaus Peter Betz
Baden-Württemberg ist Business-to-Business-Land
Philipp Bierbaum
Qualität zahlt sich aus
Jörg Dambacher
Dichtung und Wahrheit über Entscheidungen. Die Studie BtoB insight von RTS Rieger Team
Ralf Deubler
Stellen Sie sich vor, es ist eine
riesige Party und keiner geht hin.
Markus Eichel
Rückblick, Einblick, Ausblick
Martin Gehl
Kommunikation steigert Glaubwürdigkeit und Vertrauen
Doris Haffner
Integrierte Kommunikation
— Werbung trifft IT.
Sebastian Herbst
Eine Frage der Mittel:
POS Marketing im digitalen Zeitalter
Birger W. Hetzinger
Die Marke ist die Botschaft
Michael Horlacher
Kunden binden mit Dialogmarketing
Hundertgrad

Über Kopfbäuche,
Kundenkümmerer und Seismografiker

Hans-Christian Hunfeld
Eine Zielgruppe macht Sorgenfalten
Dr. Tim Karg
Partystimmung auf dem Olymp?
Jürgen Knauss
Ein etwas anderes Streiflicht
Brigitte Schuka, Thomas Krause
Aufbruch – Umbruch – Durchbruch
Volker Lässing
Das Ende der Kakophonie
oder
Manchmal ist weniger mehr
Rolf Mayr
"Es gibt Themen, die gehen nicht an einem vorbei."
Gerhard Mutter
High Involvement, low Cost
Gerhard Mutter
Wir können alles. Außer Bahnhof.
Stefan Neukam
Von der Renaissance des Story Telling hin
zu Communication in Process
Stefan Neukam
Marketing als Motor:
Sense and Response
Willy F. Petermeier
„Branding & Selling“
Zeljko Ratkovic
Früher war alles schlechter!
Christian Rechmann
Die Mitte wirbt!
Alexandra Richter
Emotionen sind schneller als der Verstand.
Philipp Riediger
Point of Sale –
der Punkt der Entscheidung
Gottlieb Schalberger
BtoB ist BtoC. Und umgekehrt.
Angelika Schmid
Heute ist morgen schon gestern ...
Herbert Schneider
Die Zukunft spricht Dialog. Reden Sie mit!
Peter Jochen Schott
Dienstleister für die Marke
Peter Schultze
Die Metropolregion Nürnberg
Helmut Sendlmeier
Ausgezeichnete Werbung braucht keine Auszeichnungen
Heinz Stoll
Steh auf, wenn du integriert denkst
Tobias Ulmer
WERBUNG für alle?
Michael Waadt
Wer einmal lügt
Oliver Walter
Von der Werbewirtschaft zur Erlebnisökonomie
Ingrid Wächter-Lauppe
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern die anderen Windmühlen.
Rupert Wild
Simply the best
Hansjörg Zimmermann
Kreativ und schnell.